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Mal dir einen Vogel – Acrylmalerei schrittweise erklärt

Details des Vogels

Der frühe Vogel fängt den Wurm? Nicht in diesem Bild! In diesem Artikel möchte ich Dir eines meiner Acrylbilder zeigen. Eine etwas andere Interpretation vom Frühen Vogel. Landeplatz heißt dieses Gemälde und ist eines aus der Serie “Nature strikes back”. 
Hier möchte ich nicht nur das fertige Gemälde zeigen, sondern erkläre wie ein solches Bild entsteht.
Mit den folgenden Bildern kannst Du die schrittweise Entstehung dieses Acrylgemäldes beobachten. Ich erkläre Dir meine Vorgehensweise und zeige wie wunderbar man mit Acrylfarben arbeiten kann. 

Mit dieser Anleitung gebe ich dir einen Einblick in die realistische Acrylmalerei. Wenn du alles rund um diese Malerei erfahren möchtest, dann empfehle ich dir mein neues eBook.

 

 

Der Landeplatz

Wir fangen mit dem Holzpflock an, dem eigentlichen Landeplatz. Diesen habe ich direkt auf die Leinwand gemalt, ohne vorher eine Skizze aufzumalen. Wie Du siehst, habe ich dafür einen Flachpinsel benutzt. Hier habe ich von Grob nach Fein gemalt.

Was bedeutet das? Im ersten Bild habe ich nur zwei Farbtöne benutzt. Einen hellen Ockerton für die beleuchtete Seite und einen Braunton für die Schattenseite. Diese beiden Farben habe ich ganz grob aufgetragen und damit schon die Form definiert. Man kann aber jetzt schon einen Holzpflock erahnen. 
Damit das Stück Holz realistischer wirkt, muss das Ganze verfeinert werden. Das heißt, die Farben werden immer weiter abgestuft und immer mehr Details herausgearbeitet. Schicht für Schicht

 

 

Die Skizze

Komplexere Objekte sind ohne Skizze relativ schwer auf die Leinwand zu bringen. Mit einer Skizze kann ich die Proportionen des Vogels und Helikopters abschätzen und falls notwendig, noch korrigieren. Bei dunklen Hintergründen nehme ich helle Stifte, bei einem hellen Hintergrund dunkle Stifte. Hierfür verwende ich meist Holzfarbstifte oder Pastellstifte. Diese lassen sich leichter wegradieren als Bleistift. 

 

 

Die Farben des Vogels

Wie man in diesem Bild erkennen kann, fange ich beim Vogel auch wieder mit den Grundfarben an.  Auch hier werden wieder alle Bereiche  grob, mit relativ wenig Details vorgemalt. Zwei Brauntöne für die Flügel und Schwanz, zwei Orangetöne für die Brust und zwei Grautöne für den restlichen Rumpf.
Es ist ein wenig wie mit der Bildhauerei. Am Anfang steht da ein roher Marmorblock. Zuerst wird ganz grob die spätere Form aus dem Stein gehauen und gesägt. Dann werden kleinere Brocken mit dem Meißel weggehauen. Dann wird gefeilt. Die Skulptur wird immer detaillierter. Zu guter Letzt wird alles poliert.
Genau so wird dieses Acrylgemälde aufgebaut. Zuerst ganz grob, mit wenig Farbabstufungen, dann immer feiner. Es werden immer mehr Farben genommen und immer feiner abgestuft. 

 

 

Die Details

Die Details werden immer feiner und somit die Pinsel immer kleiner.
Im Gegensatz zur Ölmalerei hat die Acrylmalerei hier einen entscheidenden Vorteil. Acrylfarbe kann man beliebig oft und dick übereinander malen. Du kannst eine dünne Lasur auf eine dicke Acrylschicht malen und das Ganze wiederholen so oft Du willst. Du musst also nicht aufpassen, wie dick oder dünn die nächste Farbschicht sein muss. In der Ölmalerei ist das nicht so einfach. Hier gilt die Regel: fett auf mager.
Das Bild wird also von groben Farbklecksen immer feiner “modelliert”, bis am Ende mit einem dünnen Pinsel die ganz feinen Details herausgeholt werden. Auch der Hubschrauber wurde nach diesem Prinzip angefertigt. Dieser wurde nur Schwarz-Weiß vorgemalt und dann immer feiner abgestuft. Zum Schluss gab’s noch ein schickes Design. Dann kann er losfliegen… oder auch nicht.

 

Meiner Meinung nach ist diese Art ein Gemälde zu modellieren eine schöne und relativ leicht zu erlernende Technik. Zudem ist die Acrylmalerei geradezu prädestiniert dafür. Man kommt recht schnell zu einem guten Ergebnis und kann sich in jede Detailtiefe hocharbeiten. 

Ergänzend zu diesem Beitrag empfehle ich Dir noch das Video zu diesem Gemälde. Hier kannst Du zuschauen wie das Bild entstanden ist.

 

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