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Realistisch malen mit Acryl – Der schimmernde Käfer

Schimmernder Käfer mit Acryl malen - Details entstehen

In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, wie man Chrom-ähnliche Effekte mit Acrylfarbe malen kann. In diesem Fall erkläre ich Dir das an einem meiner Gemälde, mit einem grün schimmernden Käfer. Du hast diesen, oder einen ähnlichen Käfer schon einmal gesehen? Dann ist Dir bestimmt aufgefallen, dass diese Tiere nicht nur grün sind, sondern auch noch in anderen Farben schimmern. Glanz- und Chrom-Effekte sind faszinierend. Sie zu malen noch faszinierender. Es ist ein Zusammenspiel mehrerer Farben.
Mit dieser Anleitung gebe ich dir einen Einblick in die realistische Acrylmalerei. Wenn du alles rund um diese Malerei erfahren möchtest, dann empfehle ich dir mein neues eBook.

Farbige Bereiche

Wir lassen in diesem Beitrag den Hintergrund mal außen vor und widmen uns nur dem Hauptobjekt, dem Käfer. Das erste, mit dem ich begonnen habe, war das Vorzeichnen mit einem Stift. Genauer gesagt, die Konturen des Objekts. Die vorskizzierte Fläche habe ich mit einer weißen Untermalung gefüllt. Warum? Ganz einfach: Zum ersten habe ich somit eine neutrale Basisfläche, ohne störenden Bereiche des farbigen Hintergrunds. Zum anderen kann ich damit die Proportionen des späteren Objekts schon einmal grob abschätzen. Außerdem ist diese weiße Untermalung unerlässlich, um den folgenden Farbschichten mehr Leuchtkraft und Brillanz zu geben. Gerade bei dunklen Hintergründen ist eine helle Untermalung wichtig, wenn das Objekt später eine besondere Leuchtkraft haben soll. Wie Du auf dem ersten Foto erkennen kannst, habe ich dann die weiße Fläche erst einmal in einfache farbige Bereiche eingeteilt.

Die weiße Grundfläche wird immer weiter in verschiedene Farbbereiche eingeteilt. Am Nacken, dem Schild des Käfers bleibt eine weiße Stelle. Das ist die Lichtreflexion und markiert den Lichteinfall. Zur Körpermitte hin wird das Licht so gebrochen, dass es in tiefem Schwarz gespiegelt wird. Von der Körpermitte, hin zum Grün, stoßen wir abrupt auf einen Ockerton. Das ist der Bereich, welcher den Schimmereffekt des Käfers verstärkt. Das ist die Kontrastfarbe, welche das Grün erst richtig zum leuchten bringt.

Farbe werden weiter abgestuft

Die Farbbereiche werden immer feiner abgestimmt und ausgearbeitet. Details, wie kleine Furchen und Dellen auf dem Rücken des Tieres werden angelegt. Um kleine, weiche Farbübergänge zu bekommen, kannst Du die aufgetragene Farbe wunderbar mit dem Finger verreiben. Der Farbklecks, aus dem der Käfer die Farbe aufsaugt, wird nach dem gleichen Muster aufgebaut. Hier habe ich erst mit schwarzer Farbe den dunklen Bereich vordefiniert. Den Rest habe ich später fertig gestellt.

Details

Danach werden noch die feinen Details ausgearbeitet. Die Beine bekommen ihre fertige Gestalt. Glanzlichter an den Kanten und Erhöhungen werden verstärkt. Mit einem feinen Pinsel werden die Haare gemalt. Und dann bekommt der Käfer noch einen Schatten. Hier ist zu beachten, von wo denn das Licht auf den Käfer fällt. Am Nackenschild des Tieres sehen wir immer noch die weiße Stelle. Der hellste Bereich definiert den Lichteinfall. In diesem Bild fällt das Licht leicht schräg, fast schon senkrecht auf den Käfer. Das bedeutet, dass das Objekt keinen weiten Schatten wirft. Hier habe ich die Farbe des Hintergrundes etwas mit schwarz abgetönt. Damit der Schatten nicht zu hart ist, wird dieser zum Rand hin etwas schwächer.

Jetzt fehlen nur noch die Fühler, dann ist das Tier fertig. Zum Schluss habe ich den Farbklecks, aus dem der Käfer trinkt, nach den gleichen Prinzipien gemalt, nur dass es hier kein Schimmer-Effekt gibt. Es soll einfach wie eine grüne Flüssigkeit aussehen und ist somit wesentlich einfacher zu gestalten.

 

 

Wichtig zu verstehen ist: Ein solch komplexes Bild malt niemand frei aus dem Kopf. Benutze hierfür eine Vorlage. Sei es ein Objekt, das du vor dich hinlegen kannst, oder einfach ein Foto. Studiere dein Objekt aufmerksam bevor du loslegst. Schau dir die Farbabstufungen an, beachte die Proportionen und überlege dir, welche Farben du dafür benötigst.

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