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Gemälde abfotografieren – mit wenigen Tricks zum besseren Bild

Gemälde abfotografieren - mit wenigen Tricks zum besseren Bild

Klickt man sich durch Kunstportale, oder Soziale Netzwerke in denen Kunstschaffende ihre Malereien präsentieren, bekommt man immer wieder die Bestätigung, dass die große Kunst in der Malerei darin liegt, das eigene Kunstwerk richtig abzufotografieren. Was nützt ein gutes Gemälde wenn es durch ein schlechtes Foto im Internet präsentiert wird?
Richtig – Es geht ein Großteil der Wirkung verloren.

Um dem ein wenig entgegen zu wirken, möchte ich Dir in diesem Beitrag ein paar einfache Tipps geben, wie Du mehr aus Deinem Bild holst. Zugegeben, die meisten Kunstmaler besitzen nicht die nötige Ausrüstung um die eigenen Gemälde professionell abzufotografieren.  Doch schon mit einer einfachen Digitalkamera lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Vorausgesetzt man beachtet ein paar grundlegende Dinge.

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Blitz aus

Die meisten Kompaktkameras besitzen einen kleinen integrierten Blitz, der im Automatikmodus schon bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen so gut wie immer blitzt. Das ist auch notwendig um möglichst verwacklungsfreie Bilder zu bekommen. Doch beim Abfotografieren eines Gemäldes erweist sich dieser Blitz nicht gerade als hilfreich. Jeder hat sicherlich solche Fotos schon einmal gesehen, die Fotos mit dem hellen Fleck in der Mitte. Diese Licht-Reflexionen werden meist bei dunklen Gemälden am stärksten sichtbar.  Also Blitz ausschalten und dann:

Licht an

Um keine verwackelten Fotos zu bekommen benötigt man aber dennoch Licht. Das beste Licht findest Du nicht drinnen, sondern draußen. Tageslicht eignet sich sehr gut zum Abfotografieren von Gemälden. Das beste Licht hast Du an einem bewölkten Tag. Die Wolken streuen das Licht und ermöglichen es Dir, ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Gemälde abzufotografieren. Bei direkter Sonneneinstrahlung ergibt sich oft das gleich Problem wie mit dem Blitz: man bekommt störende Lichtreflexionen. Alternativ kann man sich bei Sonnenschein einen Schattenplatz aufsuchen um sein Kunststück zu digitalisieren.

Natürlich lassen sich auch in geschlossenen Räumen gute Aufnahmen machen. Wichtig ist es auf eine gleichmäßige, möglichst helle, Beleuchtung zu achten. Das Gemälde sollte indirekt beleuchtet werden. Das bedeutet, dass man das Kunstwerk schräg von der Seite beleuchtet, um Lichtreflexionen vorzubeugen. Da die Lichtstärke von Kunstlicht oft nicht ausreicht um verwacklungsfrei zu fotografieren, empfiehlt es sich ein Stativ zu verwenden. 

Mischlicht vermeiden

Das bedeutet zum Beispiel, dass das Gemälde von einer Seite mit Kunstlicht und von einer anderen Seite mit Tageslicht beschienen wird. Das Ergebnis ist dann ein Foto mit warmen, gelblichen Farbtönen übergehend in Bereiche die einen Blaustich haben. Das liegt an den unterschiedlichen Farbtemperaturen der Lichtquellen.

Parallelität

Halte Deine Kamera möglichst parallel und das Objektiv mittig zum Gemälde. So vermeidest Du dass Dein Kunstwerk dann auf dem Foto verzerrt erscheint.

Formatfüllend

Gehe nahe genug an dein Bild heran, oder benutze den Zoom (optisch) Deiner Kamera um das Kunstwerk möglichst Formatfüllend zu fotografieren. Das bedeutet, dass Dein Bild möglichst das ganze Display Deiner Kamera ausfüllen sollte. So bekommst Du ein Bild, dass die volle Auflösung Deiner Kamera ausnutzt. 

Bearbeiten

Um Deinem Foto noch den letzten Schliff zu geben, solltest Du dies noch mit einem Fotoprogramm bearbeiten. Die meisten Kamerahersteller liefern mit der Kamera ein einfaches Fotobearbeitungsprogramm. Damit kannst Du dein Foto so zuschneiden, dass nur noch das Gemälde darauf sichtbar ist. Du kannst damit auch noch Helligkeit, den Kontrast, die Sättigung der Farben und einiges mehr anpassen. Probiere es aus bis Du ein zufriedenstellendes Ergebnis hast. Im Internet findet man auch kostenlose Software mit einfachen Funktionen die Dir das Bearbeiten Deiner Fotos leicht machen. Hier habe ich Dir einige aufgelistet, die Du auch gleich herunterladen kannst:

  • Photo Scape: Zahlreiche Funktionen zum bearbeiten Deiner Fotos. Auch für Einsteiger geeignet.
  • Image Analyzer: Einfache Funktionen um Fotos etwas aufzupeppen.
  • Gimp: Ein umfangreiches Fotoprogramm das auch professionelles Bearbeiten zulässt.

 

Du hast noch weitere einfache Foto-Rezepte, um mehr aus den eigenen Gemälden heraus zu holen? Dann erweitere doch einfach diesen Beitrag, indem Du unten den Kommentarbereich nutzt.

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